Wissen & Praxis · Kampagnen
Was gehört in ein gutes Creator-Briefing?
Ein schlechtes Briefing kann guten Creator-Content schlechter machen. Ein gutes Briefing schafft Klarheit, ohne die Persönlichkeit herauszuschreiben.
Genug Klarheit, damit alle wissen, was erwartet wird.
Genug Freiheit, damit Creator Content noch wie Creator Content aussieht.
Auf einen Blick
Ein gutes Briefing klärt:
- Ziel
- Was soll die Kampagne erreichen?
- Zielgruppe
- Für wen ist der Content?
- Deliverables
- Was wird konkret produziert?
- Botschaften
- Was muss vorkommen?
- No-Gos
- Was darf nicht passieren?
- Timing
- Wann wird geliefert und veröffentlicht?
- Freigaben
- Wie läuft Feedback?
- Rechte
- Wie darf Content weiterverwendet werden?
Das Ziel zuerst
Schwach:
Bitte Produkt vorstellen.
Besser:
Wir wollen zeigen, dass das Produkt besonders einfach unterwegs genutzt werden kann.
Dann versteht der Creator die eigentliche Aufgabe.
Deliverables exakt definieren
Zum Beispiel:
- 1 Instagram-Reel, max. 45 Sekunden
- 3 Story-Sequenzen
- 5 Produktfotos
- 2 UGC-Ad-Varianten im Hochformat
Je genauer Deliverables definiert sind, desto weniger Missverständnisse entstehen.
Kernbotschaften
Was muss wirklich kommuniziert werden?
Beispielsweise:
- Produktname
- wichtigste Funktion
- bestimmter Anwendungsfall
- CTA
- Rabattcode
Aber:
Kernbotschaft ist nicht automatisch fertiger Sprechertext.
Creator-Freiheit
Wenn ein Unternehmen jedes einzelne Wort vorgibt, verliert Content häufig die Natürlichkeit, wegen der überhaupt ein Creator gewählt wurde.
Briefing definiert das Ziel. Creator übersetzt es in seine Sprache.
No-Gos
Zum Beispiel:
- keine Konkurrenzprodukte im Bild
- keine bestimmte Aussage
- keine Verwendung bestimmter Musik
- kein falscher Produktclaim
Klare Grenzen sind besser als spätere überraschende Korrekturen.
Timing
Definieren:
- Briefing
- wann?
- Konzept
- wann?
- Freigabe
- wann?
- Content
- wann?
- Veröffentlichung
- wann?
Bei mehreren Creators wird Timing schnell zu einem eigenen Projekt.
Feedback und Korrekturen
Vorher klären:
- Wer gibt frei?
- Wie viele Korrekturrunden?
- Welche Änderungen sind noch im Scope?
- Wann gilt Content als abgenommen?
„Gefällt uns nicht“ ist kein gutes Feedback.
Besser:
Das Produkt sollte innerhalb der ersten fünf Sekunden sichtbar sein.
Nutzungsrechte
Wenn Content später als:
- Social Post
- Website
- Paid Ad
- Produktseite
- andere Plattform
verwendet werden soll, gehört das früh geklärt.
Nicht erst nach Fertigstellung.
Beispielbriefing
- Ziel
- Neues Sportgetränk bei jungen Läuferinnen und Läufern bekannt machen.
- Deliverables
- 1 Reel
3 Stories - Inhalt
- Training → Produkt → Anwendung nach dem Lauf
- Muss vorkommen
- Produktname
Geschmacksrichtung
CTA - No-Gos
- keine gesundheitsbezogenen Versprechen
- Timing
- Konzept 10.10.
Freigabe 12.10.
Veröffentlichung 18.10. - Nutzung
- Creator-Profil + drei Monate Organic Repost der Brand
Das ist wesentlich hilfreicher als:
Mach bitte etwas Cooles mit unserem Produkt.
Briefing-Checkliste
- Kampagnenziel
- Zielgruppe
- Plattform
- Deliverables
- Format/Länge
- Kernbotschaften
- No-Gos
- Timing
- Freigaben
- Korrekturen
- Kennzeichnung
- Nutzungsrechte
- Exklusivität
- Ansprechpartner
Kurz gesagt
Ein gutes Briefing kontrolliert nicht den Creator.
Es schafft einen klaren Rahmen.
Je klarer der Rahmen, desto mehr kreative Freiheit kann innerhalb dieses Rahmens entstehen.
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